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Mo Jan 16, 2012 7:07 pm von Haruki Selena

Sooo, heute hat die bereits angekündigte Modkonfi stattgefunden und wir haben uns darauf geeinigt, das RPG in leicht abgewandelter Form weiterzuführen. Leicht abgewandelt insofern, dass wir die Spielerzahl zunächst einmal bei etwa 10 Leuten halten wollen, also ca. 3 User pro Team, bzw. Dorf. Ferner wird zwar die gesamte RPG-Welt weiterhin bespielbar sein, der Plot wird sich jedoch aufgrund der Userdichte dann in einer bestimmten Region ballen.

Wir behalten die bisherige Forenstory bei und …

Kommentare: 9

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Palastviertel

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Re: Palastviertel

Beitrag von Kiobashi Epona am Do Dez 22, 2011 9:49 pm

Ob höchst ehrenvoll, oder schlichtweg unreif. Wen scherte es. Epona tat, was sie nun tat, nicht um der Sicht, die andere auf sie haben würden, sondern weil sie selbst es wollte.
Auf Ayames Abschiedsworte erwiderte sie nichts, sondern lächelte nur schwach - so wie die andere nicht genau wußte, wie reagieren, wußte es die Kiri-Nin ebenso wenig. Daher war es nun an der Zeit, sich in eine Situation zu begeben... da man wußte, wie eine Reaktion auszusehen hatte.
Hinein in den Flur, hinein ins Sichtfeld. Der ANBU, der schon im Vorfeld pflichtschuldigst Wache gehalten hatte, zuckte mit keinem Muskel, während die zwei anderen ohne sichtliche Eile dieselbe Haltung einnahmen. Innerlich sammelte sich die Sword-Nin, nahm ihren Mut zusammen und fachte ihr Selbstbewusstsein noch einmal an. Ruhig und gelassen marschierte sie auf die Gruppe zu. Nabend.
Zwei ANBU nickten bloß. Der Erste dagegen, der ein stilisiertes Vogelgesicht auf der Maske trug, erwiderte mit gedämpfter Stimme:
Nabend, Ryo.
Ein kurzes Verhalten im Schritt. Der Mut sank.
Madara-sama sprach Epona tapfer und scheinbar unbekümmert weiter, trug mir auf, eine Schriftrolle von seinem Schreibtisch zu ihm zu bringen.
Natürlich entgegnete der Wortführer monoton und trat beiseite. Zugegeben, bis jetzt schien alles zu laufen, wie es sollte. Epona hatte vorausgeahnt, dass sie sich nun in den Rachen des Tigers begeben musste... und dennoch war ihr nicht wohl dabei, als sie zwischen die Konoha-Nin trat. Es lief ihr kalt den Rücken herunter. Ihre Hand glitt in die Hüfttasche, kramte darin herum und tat, als suche sie erfoglos den Generalschlüssel. Ihr Plan war, sich dumm zu stellen und vorzugeben, den Schlüssel wohl vergessen zu haben - in der Hoffnung, eine der Wachen würde ihr aushelfen.
Bis zur Frage kam sie jedoch nicht.
Ryo. Die Stimme des Vögelchens. Du hast doch mit der großen Attraktion heut abend zu tun. Nicht?
Epona hielt inne. Bitte, kein Smalltalk... ihr Masken-Bastarde seid sonst so mundtot wie nichts auf der Welt, und gerade heute...
Ja antwortete sie aufs Geratewohl, mit nur leichtem Zögern.
Größer als letztes Jahr? erkundigte sich das Vögelchen sofort. Zu schade, dass wir es von hier aus nicht sehen können...
In Eponas Kopf klickte es. Ah. Feuerwerk. Sie lächelte; teils, weil es passte, doch teils auch, weil sie Morgenluft witterte. Es wird genial, glaubt es mir. Aber warum denn nicht von einem der Fenster aus zusehen? Es wird auf jeden Fall groß genug. Sie hielt im Kramen inne und verzog das Gesicht. Oh, verdammt, ich muss den Schl-...
Ich hörte, unterbrach sie plötzlich ein anderer ANBU, dass es in diesem Jahr gar kein Feuerwerk geben soll.
Stille.
Ich weiß sagte der Erste, ruhig und gelassen.
Nicht mehr als eine Sekunde. Nicht mehr als eine Sekunde mochte vergehen, doch für Epona Kiobashi war dies die längste Sekunde in ihrem ganzen Leben. Es war die Sekunde, in der Hitze und Kälte sich in ihrem Magen zu einem bleischweren Klumpen vermengten. Es war die Sekunde, welche die Rauchkugel benötigte, zu Boden zu fallen, und als sie aufschlug, klang ihr Aufprall so laut, als wäre der Fußboden ein riesiges Trommelfell.
Die Rauchfontäne rauschte in die Höhe; Epona schoss nur einen Augenblick später daraus hervor, ließ das Henge platzen und ergriff ihre Kunai. Noch während sie den ersten Schemen schräglinks folgen sah, fielen die speiüble Eiseskälte und die ekelhafte Hitze in ihrem Magen ab. Es geht los. Es geht los!
Adrenalin in ihrem Blut, eine schimmernde Schwertklinge im Mondlicht; die Swordnin bog den Oberkörper zurück, ließ das Katana über sie hinwegrasen. Das Oberlicht geriet in ihr Blickfeld, und aus der Bewegung heraus warf sie die Kunai sauber auf das Glas.
Der zweite Hieb kam aus der Rückhand und zielte tiefer. Epona entging der Schneide um Haaresbreite, ließ eine Fingerlänge ihres Pferdeschwanzes dabei zurück und stieß sich kräftig ab. Geradewegs nach oben, geradwegs nach draußen durch fallende Glasscherben und hinein ins Mondlicht.
Für einen ganz kurzen Moment stand die Kiri-Nin in der Schwebe, auf dem Scheitelpunkt ihres Sprunges, die Dächer Konohas in kaltem Silberlicht, und das Gefühl der eigenen Unbesiegbarkeit war schlicht überwältigend!
Und dann tauchte das Vögelchen in ihrem Rücken auf.
Es war seltsam. Doch Epona hatte alle Zeit der Welt, den Kopf zu drehen und den ANBU durch die Augenschlitze hindurch anzusehen. Ihre Überraschung war echt. Hoppla. Kage buyo?
Ein heftiger Tritt; Schmerz explodierte in ihrem Rücken und schickte sie nach dem kleinen Flug himmelwärts wieder der Erde entgegen. Genauer gesagt: Einem weiteren Oberlicht entgegen! Die Kunoichi krachte sauber hindurch, um genau dort zu landen, wo es Ayame befürchtet hatte: In der Offiziersmesse, pünktlich zum Abendessen. Und weil der Zufall wahrlich vernarrt ins Klischee zu sein schien, landete sie auch in einer badewannengroßen Schüssel mit waldmeistergrünem Wackelpudding.
Von Schmerz gepeinigt und blaue Flecken befürchtend, ansonsten jedoch unverletzt, erhob sich Epona aus der Schüssel, sah erst an sich herunter und dann in die Gesichter der Tischgäste. Oh. Hoppla.
Die Tischgäste tauschten mit beachtlicher Geschwindigkeit Essbesteck gegen Schwertklingen.


OUT an die Konoha-Nin: Wer sich einmischen will, nur zu. Nun sollte für genügend Aufmerksamkeit gesorgt sein. Ich werde mein Posting nächsten Mittwoch wieder aufnehmen; Interessierte sollten also genug Zeit zum Reagieren haben.

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Re: Palastviertel

Beitrag von Uchiha Madara am Do Dez 29, 2011 11:52 am

Eins war klar, er wollte nicht hier sein. In seinem Inneren schrie es immer wieder auf, den ganzen kurzen Weg zum eigentlichen Palast hin. Vermutlich würde die schöne Serenade ihn keines Blickes mehr würdigen und bedauerlicherweise kam ihm diese Wendung gerade recht. Madara wäre sicherlich angenehm irritiert gewesen mit ihr in Kontakt stehen zu müssen und den Grund nicht zu kennen. Nicht einmal diese Genugtuung hatte ihm dieser Sicherheitsfanatiker gelassen. Leider wusste Tobi auch nicht wann er wieder verschwinden würde, sein Leben wäre dann nur noch ein unscharfer Traum für den Tyrannen. Zumindest waren ihm einige Geister treu geblieben und Niemand hatte versucht ihn bisher zu stören. Es war allein seine Schuld wieder zum Monster mutieren zu müssen, welch Ironie, war es doch auch sein Wunsch gewesen dem Fest ein wenig Spaß abzuringen, ergo war alles seine freie Entscheidung geblieben.

Als er sich den Quartieren der Kage näherte viel ihm sofort ein toter ANBU ins Auge. Dabei wusste dieser vermutlich gar nichts von seinem Glück bereits tot zu sein, viele in diesem Komplex würden ihn in den nächsten Minuten oder Stunden wohl beneiden.
Da stand er nun in seinem Bademantel vor der Leiche eines Menschen. Für Tobi war allein die Tatsache, dass jenes Blut nicht an seinen Händen klebte bereits eine große Erleichterung. Andererseits hatte er die Person hinter der Maske eingestellt. Er wusste genau um wen es sich hierbei handelte und allein dieser Gedanke sorgte bereits für ein leichtes Magengrummeln. Wer war hier nur eingebrochen? Was war das Ziel, die ANBU töten? Wohl eher nicht, vermutlich war Madara das Ziel, doch wieso mussten dann noch andere Menschen sterben? Nun gut sicher war es nicht einfach direkt Madara zu töten, doch rechtfertigte dies den Tod seiner Bediensteten?
War in den Augen eines Einbrechers jeder Feind gleichsam der Hauptfeind? Egal wer dort steht, er wird umgebracht?! Nein, diese Gedanken waren doch sein Eigentum. Nur er konnte nach Lust und Laune jeden umbringen den er wollte, egal ob seinen vertrauten Diener oder einen verhassten Gegner. Wer nahm sich also das Recht heraus seine Leute zu töten?

Tobi mochte seine Gedanken in diesem Moment selbst nicht ertragen. Sie waren nicht wirklich seine eigenen, zielten sie doch darauf hinaus in ihm Hass zu schüren. Er wollte jedoch viel mehr Mitleid empfinden, doch es gelang ihm einfach nicht. Womöglich könnte er sich dem Feind entgegenstellen und ihn auffordern ihn direkt zu töten, statt seine Diener, doch wer würde ihm das glauben? Nicht einmal er selbst. Er konnte nicht einmal hier stehen belieben und das Ableben eines ANBU betrauern, denn sobald er Madara war würde dieser so oder so ausflippen, doch wegen einem ganz anderen Grund.
Er würde also weiter gehen und musste hoffen, dass seine Gegner gnädiger als er selbst im Kampf vorgingen.
Zu seinem großen Glück fand er mehr Verwundete als Tote und somit besserte sich seine Laune ein wenig, als er sein Büro erreichte.

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Re: Palastviertel

Beitrag von Haruki Selena am Mo Jan 02, 2012 1:24 pm

Als die Rauchgranate explodierte, ging alles sehr schnell. Während Akane floh, verblieb Selena im Gang und begab sich zunächst einmal in Deckung. Sie hörte das Gezische von sich schnell bewegenden Shinobi, herabfallende Scherben und vereinzelte Rufe, während der Qualm die Sicht auf jegliche Ereignisse verdeckte. Als er sich etwas lichtete, war eine nervöse Wahe geblieben, die Selena nun äußerst misstrauisch musterte.
"Du da, keinen Schritt weiter!", sagte der ANBU streng und schritt vorsichtig, aber mit gezogenen Waffen, zwei Nunchaku, auf die Shoukage zu. Selena selbst bewegte sich nicht, wie vom ANBU gefordert, jedoch nicht, weil sie sich gefangen nehmen lassen wollte, sondern vielmehr, weil sie darauf spekulierte, dass ihre Tarnung noch nicht vollends aufgeflogen war - und dass sie auf jeden Fall noch etwas Zeit brauchte, um sich einen Plan zu überlegen.
"Lege dich auf den Boden, die Hände über dem Kopf!", sprach der ANBU forsch, während er sich weiter annäherte.
"Ich bin unschuldig, ich wusste nicht, dass...", begann Selena, ließ sich jedoch von einer Drohgebärde des sichtbar nervösen ANBU zum Schweigen bringen. Sie tat, wie geheißen und legte sich langsam hin, doch während sie die Hände so bewegte, dass es so aussah, als würde sie sie über den Kopf legen, schloss sie plötzlich eine Reihe von Fingerzeichen und mit einem Mal schossen für den ANBU allein sichtbare Lichtschwerter aus der Decke herab und rammten sich mit Gewalt durch dessen Hände und Füße, um ihn an Ort und Stelle zu fixieren. Selena hatte das Sakujou Kibou No Jutsu genutzt, ein Genjutsu, das den ANBU mit Hilfe von imaginären Klingen an Ort und Stelle halten würde, doch damit nicht genug, denn Selena führte sogleich ein zweites Jutsu aus, auf das weitere Lichtschwerter erschienen und auf den nahen ANBU zurasten. Zum Leidwesen dessen würden diese Schwerter jedoch echt sein und wenige Augenblicke später war bereits alles vorbei. Der leblose Körper sackte in sich zusammen, die Kehle durchbohrt von Waffen, die nicht mehr existierten. Die Attacke war so schnell gekommen, dass die überrumpelte Wache kaum dazu kam, noch einen Schrei auszustoßen, was Selena recht gelegen kam. Sie hatte schnell reagieren müssen, ansonsten wäre dieser Gang warscheinlich schneller mit Konohanin gefüllt gewesen, als ein Bienenstock. Und so rappelte die Suishonin sich auf und lief schnell am Körper des soeben Getöteten vorbei. Es hatte keinen Sinn, die Leiche zu verstecken, auf dem Weg gab es bereits genug tote Menschen und das zerstörte Fenster ließ ebenfalls auf Eindringlinge schließen. Also befasste Selena sich nicht weiter mit dem Mann, dessen Leben sie ohne mit der Wimper zu zucken ausgelöscht hatte. Das Problem war beseitigt, sie konnte weiter vordringen. Für einen Menschen, der ohnehin schon tausende Leben auf dem Gewissen hatte, war dieser eine ANBU mehr auf ihrem Konto nichts, worüber sie noch schlechte Gefühle hegen konnte. Viel wichtiger war die Mission, so viel wie möglich über Konohas Belegschaft herauszufinden und so lief sie schnell ins Büro und verriegelte die Tür hinter sich. Damit nicht genug, die Kage plazierte ausserdem geschwind ein Kibaku Fuda an der Türschwelle, das für eine bombige Überraschung für jenen sorgen sollte, der unbedacht eintrat. Dazu holte sie ausserdem ihre Spule mit Draht heraus, zwirbelte etwas davon um die Türklinge, nur um das andere Ende um einen Gegenstand im Raum zu ziehen, an dem auch noch eine Rauchgranate befestigt wurde. Würde jemand die Tür öffnen und dabei nicht sofort in tausend Stücke zerrissen werden, würde eine Rauchgranate dafür Sorgen, dass Selena zumindest ein paar Sekunden hatte, um sich kampfbereit zu machen. Doch bis dahin konnte sie sich in Ruhe im Büro umsehen.

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Re: Palastviertel

Beitrag von Uchiha Madara am Fr Jan 06, 2012 3:47 pm

Zutritt zu seinem eigenen Büro zu erlangen war im seltensten Falle eine Schwierigkeit. Sicher konnte man Türklinken mit Sensorjutsus ausstatten, sodass Eindringlinge schneller erkannt wurden, doch das Büro eines Herrschers betraten gerade Fremde auch recht regelmäßig, ob eingeladen oder uneingeladen spielte dabei fast gar keine Rolle. Die einen fühlten sich von der Macht die in solchen Räumlichkeiten steckten angezogen, andere erhofften sich einfach nur nützliche Informationen. Sein Büro war derart eingerichtet, dass es überaus repräsentativ und einschüchternd wirkte, er war immerhin König. In der Tat sah der Stuhl hinter dem großen Arbeitstisch einen Thron nicht unähnlich, mit Samt und Gold war er geschmückt. Der Tisch selbst bestand aus edelstem Gehölz, ebenso der Rest der Einrichtung der zum Großteil aus Bücherregalen bestand, gleichsam Dekorativ und nach Bedeutung schreiend. Doch bevor er die Tür öffnete viel sein Blick einem ANBU entgegen, welcher offenbar erstochen worden war. Zunächst war es einfach nur die Art wie das Opfer dalag, welche den Herrscher neugierig machte. Irgendetwas hatte den Eindringling dazu veranlasst diesen ANBU auf eine andere Weise zu töten als die bisherigen, welche gezielt enthauptet oder erstochen wurden waren. Dies hier war das erste Mordopfer welches auf die Art des Gegners schließen lassen durfte, alles andere hätte auf das Konto jeden talentierten Shinobis gehen können. Seine Hand verließ die Lauerstellung über der Türklinke und ließ sich von der neu fokussierten Aufmerksamkeit fortleiten. Herauszufinden wer sein Gegner war versprach ein interessantes Spiel zu werden und gerade Tobi betrachtete alles als Spiel, wenn es langweilig wurde beendete er es einfach, doch noch war es neu und aufregend. Die Depression die er zuvor noch ob dem Ende seiner Untergebenen verspürt hatte, verschwand bereits noch während er sich neben den ANBU kniete um dessen Wunden genauer zu betrachten. Er konnte sogar noch Rückstände von Chakra ausmachen, weshalb er dem Angreifer praktisch auf dem Fuß gefolgt sein musste, nur dass er offenbar etwas zu spät gekommen war. Demzufolge konnte seine verschlossene Bürotür genauso gut ein sicheres Zeichen für die Anwesenheit eines Fremden in seinen repräsentablen Räumen sein. Natürlich hätte der Gegner auch durch das zerstörte Oberlicht entfliehen können, doch welchen Grund sollte dieser gehabt haben so kurz vor dem Ziel die Flucht zu ergreifen? Sein Sharingan hatte bereits jede Kleinigkeit bei Betreten dieses Korridors eingesehen und somit wusste Tobi, dass der Flüchtige nicht derselbe sein konnte der sich vermutlich im Büro versteckte. Offenbar waren die Einbrecher tatsächlich zwei talentierte Shinobi. Mindestens einer musste von der Insel Kirigakure stammen, war sein ANBU doch sprichwörtlich durchstochen wurden. Die andere Person hielt sich nun offenbar auf den Dächern des Palastviertels auf. Die Technik des Fremden war ihm zusätzlich unbekannt und die Chakrasignatur wirkte ebenfalls recht seltsam, als sei ein unbekanntes Element im Spiel gewesen, doch diese Analyse war pure Spekulation die er keinesfalls beweisen konnte, außer er begegnete besagter Person. Tobi beschloss der Analyseabteilung der ANBU ein Geschenk zu hinterlassen und ging zu einem der Erste-Hilfe-Kästen um diesen ein Siegel zu entnehmen. Nun kam der Teil den wohl jeder geschmacklos finden würde, denn Tobi versiegelte den Körper des Gefallenen wie einen x-beliebigen Gegenstand innerhalb des Siegels und beschriftete es mit dem Namen des Gefallenen. Nun die Analyseabteilung würde sich sicherlich freuen, die Auswirkungen einer fremden Technik konnte heutzutage nicht jeder begutachten.
Das Siegel verschickte er einfach mit der Rohrpost, an ungebetene Vierbeiner dachte er nun wahrlich nicht. Dann wandte er sich erneut der Tür zu und überlegte mit seinem Lieblingstrick unsichtbar zu werden um einen Angriff zu entkommen, doch dann kam ihm eine bessere Idee. Wieso musste er immer alles überleben? Sein eigenes Ableben hatte er schon eine ganze Weile nicht mehr vorgetäuscht und eine solch offensichtliche Falle befand sich ebenfalls noch nicht in seiner „Sammlung“. Hinzu kam das Tobi nicht wirklich wieder zu Madara werden wollte. Sicher er hatte sich von Serenade verabschiedet, doch ein Teil von ihm wäre gerne die Reisekosten aufgekommen um sie nach Hause zu begleiten. 50 Jahre Konoha und noch sehr viel länger Frieden waren eine ziemlich lange Zeit. Jeder seiner Kage würde das große Reich inzwischen mit Leichtigkeit regieren können. Wen er wohl für diese Aufgaben auswählen sollte, Akito oder Hangetsu? Den ruhigen Nara oder den eher unruhigen Koton? Akito Nara hatte es garantiert verdient. Madara würde diesen als seinen Freund bezeichnen, jedoch war dieser aus dem aktiven Dienst ausgetreten. Sicher gab es in der Geschichte schon öfter die eine oder andere Reaktivierung doch der Nara würde ihm diese Entscheidung sicher nicht danken. Akito liebte die Ruhe und allein die Position des Hokagen war ihm schon zu stressig geworden, dass er sie aufgegeben hatte. Der Koton hingegen war ganz anders gestrickt. Tobi vermutete das dieser Jäger irgendwo seine eigenen Pläne ausheckte, er war schon immer ein Naturwesen gewesen, die Stadt hatte ihm nie behagt. Er hatte sich in das Schicksaal das ihm als Kage bestimmt war mehr oder weniger gefügt. Tobi wollte nicht soweit gehen ihm nur Machthunger zu unterstellen, aber hungrig war dieser Jäger allemal. Eine weitere Alternative war es natürlich einen Uchiha auf dem Thron zu belassen. Er hatte viele talentierte Kinder seines neu geschaffenen Klanes kennen lernen dürfen. Die Jüngste von ihnen war derzeit Madana. Als Medic-Nin und ANBU spielte sie jetzt schon eine wichtige Rolle. Außerdem sah er in ihr das Potential das MS zu erwecken und allein dafür würde er sie genauer kennen lernen wollen. Nun für letzteres würde er mit der heutigen Entscheidung eh keine Zeit mehr finden, seinen Untergang konnte man ja nicht nach 2 Tagen annullieren. Yuu gehörte ebenfalls zu den besagten Talenten doch ihn kannte er bereits persönlich. Dieser hatte irgendetwas mit Sakura am laufen und die beiden passten in Tobi’s Augen ganz gut zusammen. Madara ignorierte natürlich diese Information und würde die Medic-Nin maximal als Störung betrachten. Denn diese störte die Aufmerksamkeit seines ANBU. Dennoch war es ein witziger Gedanken sich kurzfristig Hi no Kuni unter der gemeinsamen Führung von Sakura und Yuu vorzustellen, soviel Zeit musste sein. Uchiha Shisui war der Durchschnitt unter den Überdurchschnittlichen und weder Madara noch Tobi hatten ihn genauer kennen gelernt, doch er tat seinen Dienst wie so viele sehr gut. Diese Auswahl an Nachfolgern war sicher nicht die Schlechteste doch Tobi hätte auch die Rückhand alle zu überraschen. Isuma Ryouta könnte seine inoffizielle Rolle als Leibwächter durchaus ein wenig ausbauen, denn er arbeitete völlig autark und 100% treu. Im Grunde besaß er genau die Fähigkeiten die Akito fehlten und die Hangetsu zu stürmisch erscheinen ließen, zu schade das man die 3 nicht mischen konnte. Über welchen Herrscherwechsel die kleine Mika sich wohl freuen würde? Madara hatte sie nur ganz kurz im Vergnügungsviertel zu Gesicht bekommen, dann war die talentierte Genin schon wieder verschwunden, doch sie würde es bestimmt gut haben in seinem Reich.
Einen verwirrten Augenblick überlegte Tobi tatsächlich ob sich nicht so einige über sein Ableben freuen würden, selbst wenn sie um das Schauspiel wüssten, es wäre bestimmt ein so gut gehütetes Geheimnis das Diebe dafür in das Büro des Herrschers eindringen wollten. Vermutlich wären diese dann total enttäuscht, denn die Lösung des Rätsels wäre das Madara noch lebte, aber untergetaucht war. Oh wieso war ihm das nicht schon früher eingefallen? Das Gesicht des Diebes hätte er so gerne gesehen.

Tobi hüpfte fast vor Freude auf einem Bein. Er hatte ein Spiel gefunden das ihn davor bewahren konnte als mürrischer Madara allen das Leben schwer zu machen, denn seine Herrschaftlichkeit würde königlich frustriert sein, erführe er dass er sich selbst das Zepter entrissen hatte, doch es wäre niemand da der es ihm sagen könnte. Eventuell wäre es ihm so sogar möglich die schöne Serenade wieder zu sehen, als Priester Tobi, frei von der bösartigen Persönlichkeit, doch dies war nur eine Illusion. Wie so vieles in seinem Leben ein Genjutsu zu sein schien. Der Rest der Welt würde vermutlich denken er hätte wieder alle nur an der Nase herumgeführt und wie nah sie doch diesmal damit der Wahrheit kämen! Im Zweifel konnte er sich eine neue Maske aufsetzten und wieder in Erscheinung treten. Denn Madara war nie was er zu sein schien.

Mit diesem Gedanken öffnete er die Tür und grinste der Explosion entgegen. Der schöne Bademantel würde augenscheinlich weniger überleben als sein Träger, aber jedes Spiel hatte irgendwo sein Risiko.

tbc: Nirwana

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